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Profil Ronald Knecht

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Sunday, September 16, 2007

„Die Master-KAG ist ein Zwischenschritt”

Bernd Franke, kürzlich von der Geschäftsführung der INKA in die Geschäftsführung der HSBC Investments Deutschland gewechselt, beschreibt hier seine Sicht der Dinge zum Thema Master-KAG, und weist insbesondere auf die internationale Konkurrenz in Form von Global Custodians hin.

Besonders interessant fand ich seine Sicht auf die wesentlichen Spieler in diesem Markt: "Das sind insbesondere Universal, Metzler, Helaba Invest, dbi und die Deam mit Einschränkungen. Daneben begegnen wir regional weiteren Landesbanken wie der Bayern Invest und der Nordcon."

Und: "Beim Thema Master-KAG wird immer darüber gesprochen, dass es das Ergebnis einer Marktkonsolidierung sei. Ich bin der Meinung, dass es nur ein Zwischenschritt ist. Bisher haben nur einzelne institutionelle Anleger ihr Geschäft konzentriert. Wir sind überzeugt, dass die eigentliche Konsolidierung erst bevor steht. Sie wird nicht durch die institutionellen Anleger getrieben, sondern durch die großen Asset Manager, die sich auf ihr Kerngeschäft Asset Management fokussieren. Dann werden wir nicht mehr über das Thema Master-KAG sprechen, sondern über Fondsadministration. Der Wettbewerb wird ein ganz anderer sein und nicht unter den wenigen heute bekannten Namen des Master-KAG-Marktes stattfinden, sondern im Wesentlichen unter großen internationalen Service Providern."

Mithin ein Standpunkt, den ich nach den Ereignissen der letzten Monate und nach diversen Gesprächen und nach den Präsentationen auf der IT-Fondsprocessing gut nachvollziehen kann.

3 comments:

Hans-Jürgen Dannheisig said...

Ja, ich habe diese Meinung auch lange vertreten. Heute glaube ich jedoch, dass die Aussage die Gefahr beinhaltet von dem einzig selig machenden Weg zum Ziel zu reden. Ich bewundere auch andere Formen strategischer Positionierung. Sie können sehr erfolgreich sein und auch Zwischenschritte. Wesentlicher als die schon etwas langweilige Diskussion um die Master KAG an sich finde ich heute Fragen der Spezialisierung und ihrer Positionierung/Wahrnehmung. Eine solche Spezialisierung hat selbstverständlich dann auch Vorteile bei der Effizienz (technisch, prozessual) und den Chancen zur Preisgestaltung.

Ronald Knecht said...

In ein paar Jahren wird die Diskussion um die Master-KAG vorüber sein, soweit decken sich unsere Standpunkte, denke ich. Im Moment, glaube ich, ist der Trend zum Outsourcing-Generalisten zu deutlich, vielleicht übersehe ich da Optionen für Spezialisten. Können Sie Beispiele nennen ?

Hans_Jürgen Dannheisig said...

Klassische Beispiele sehr effizienter Spezialisierung sind natürlich die KAGn, die sich vollständig auf Dienstleistungen innerhalb ihres Konzernes konzentrieren.
Auch wenn das sicher kontrovers gesehen wird, finde ich z.B. die Strategie der Cominvest logisch und geeignet. Es gibt aber noch eine andere KAGn, die in der Öffentlichkeit nicht erscheinen und intern hochgeradig effizient arbeiten - auch wenn die manuellen Prozessteile sehr hoch sind (z.B. Lazard).
Ein anderes Beispiel ist die Positionierung der LBB Invest.